Forschungsschiff METEOR

Integriertes Online-Datenmanagement

Die METEOR war 1997 das erste Forschungsschiff, auf dem Werum sein Datenmanagementsystem DSHIP installiert hat. In der Zwischenzeit ist das System mehrfach aktualisiert worden.

Während der ganzjährig durchgeführten wissenschaftlichen Expeditionen sammelt die METEOR kontinuierlich hochwertige Messdaten. Zum einen liefern permanent eingebaute Schiffseinrichtungen routinemäßig Daten, zum anderen werden spezifische Datensätze einzelnen wissenschaftlichen Nutzergruppen bereitgestellt. Diese Daten zu organisieren, zu archivieren und für den weiteren effizienten Gebrauch an Bord und bei späteren Auswertungen nutzbar zu machen, ist eine der wichtigsten Aufgaben des Bordrechnersystems.

Vernetzte Organisation

Wichtigstes Grundprinzip ist eine vernetzte Organisation einer größeren Zahl dezentraler Einheiten, wobei jede einzelne Einheit wichtige Funktionen übernimmt und die Ergebnisse über das Netzwerk zur Verfügung stellt. Hardware und Software dieser Einheiten hat Werum so aufeinander abzustimmen, dass zentrale Funktionen wie Schiffssteuerung sowie Übernahme, Archivierung und Verteilung von Sensordaten mit den wissenschaftlichen Rechnern und Anzeigegeräten reibungslos zusammenarbeiten. Insbesondere werden die erfassten Sensordaten online in graphischer Form an den Arbeitsplatzrechnern der Wissenschaftler angezeigt. Aber auch die Brücke verfügt über Anzeige-PCs, um bestimmte Sensordaten schiffsseitig nutzen zu können.

Heterogene Nutzung

In der Zusammenstellung der Systeme ist aufgrund der Heterogenität der Nutzergemeinschaft (zum Beispiel Biologie, Geologie, Geophysik, Geodäsie, Meteorologie, Ozeanographie) und auch innerhalb der einzelnen Nutzergruppen eine besondere Flexibilität und Vielfalt gefordert, um eine effiziente Arbeit an Bord zu ermöglichen. Dabei übernimmt und verarbeitet das System nicht nur die Daten der fest eingebauten Sensorik sondern auch jene der temporär installierten messtechnischen Einrichtungen, die reisespezifisch zum Einsatz kommen.

Benutzerspezifische Anzeigen sind durch Konfiguration einfach möglich. Lokale Arbeitsplatzrechner sind ebenso verfügbar wie größere Auswertesysteme. Die Server-Rechner arbeiten mit dem Betriebssystem UNIX, die Arbeitsplatzrechner mit den grafischen Anzeigen mit Windows. Zusätzliche Rechner der Nutzergruppen lassen sich einfach in das System und Netzwerk integrieren.

Datenmanagement mit Datenbanksystem

DSHIP ermöglicht eine moderne Arbeitsumgebung, die eine optimale Nutzung der Schiffsdaten, individuelle Zugriffe durch die Nutzer und die schnelle Entscheidungsfindung bei der Festlegung von Beprobungsstationen und Messprofilen unterstützt. Deshalb erfolgt die Datenhaltung mit einem Datenbanksystem. Zusätzlich können die Nutzer dieses Datenbanksystem nach der Reise auf ihren eigenen Rechner installieren, um die gespeicherten Daten auch später weiter auszuwerten.

Weitere Informationen

Mehr Informationen über das Forschungsschiff METEOR:

Institut für Meereskunde, Universität Hamburg

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