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Südafrika entscheidet sich für Fernerkundungssoftware von Werum





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Südafrikanische Antennen
zum Empfang von Satellitendaten

Südafrikanische Behörde modernisiert mit DIMS-EO seine Infrastruktur zur Verarbeitung von Satellitendaten

Lüneburg, 26. Februar 2009 - Der südafrikanische Rat für wissenschaftliche und industrielle Forschung (CSIR) wird für sein Satelliten-Anwendungszentrum die Fernerkundungssoftware DIMS-EO (Data Information Management System for Earth Observation) von Werum einsetzen. Das System steuert den Prozessierungs-Ablauf, verwaltet, verteilt und archiviert Satellitendaten sowie Datenprodukte. DIMS-EO kommt erstmals außerhalb Europas zum Einsatz.


Verarbeiten, Verteilen und Archivieren von Satellitendaten
Seit den 60er Jahren erfasst und prozessiert der CSIR Daten von verschiedenen Satelliten: Aus Rohdaten entstehen mittels spezieller Software digitale Datenprodukte - beispielsweise Abbilder der Erdoberfläche oder Aufnahmen der Atmosphäre. Zahlreiche südafrikanische Institutionen und Behörden nutzen diese Datenprodukte; etwa zur Städte- und Verkehrsplanung, für den Umwelt- und Katastrophenschutz, zur Wettervorhersage oder für die Landwirtschaft.

Mit DIMS-EO verfügt der CSIR zukünftig über eine Infrastruktur, mit der die Behörde sämtliche Erdbeobachtungsdaten einheitlich verwalten kann. Das Format der Erdbeobachtungsdaten ist abhängig vom jeweiligen Satelliten bzw. der Satellitenmission. Da die Werum-Software multimissionsfähig ist, kann sie unterschiedliche Formate handhaben. Zusätzlich umfasst DIMS-EO Funktionen, mit denen Datenprodukte angefordert und verteilt werden können. Autorisierte Benutzer bestellen komfortabel über einen browserbasierten Zugang fertige Datenprodukte oder geben neue in Auftrag. Wesentlich ist auch die Archivfunktion von DIMS-EO. Die Datenbestände des Satelliten-Anwendungszentrums gehen bis 1972 zurück und umfassen über 100 Terabyte Daten. Bisher lagerten diese zum Teil auf Magnetbändern. DIMS-EO bietet eine konsistente und digitale Langzeitarchivierung. Eine Product Library dient als Quelle und Ziel für die Produktgenerierung. Als unterlagertes Speichermedium wird ein Storage Array Network (SAN) genutzt.

Werum migriert die Altdaten auf das neue System und stellt so sicher, dass auch ältere Datensätze in Zukunft noch verwertbar sind. DIMS-EO steuert den vollständigen Prozess zur Verarbeitung von Satellitendaten: Vom Empfang der Rohdaten, über deren Verarbeitung zu fertigen Datenprodukten, die Auslieferung dieser Produkte bis zur langfristigen Archivierung.


Strategisches Projekt für Fernerkundungs-Infrastruktur
Der CSIR (Council for Scientific and Industrial Research) ist zuständig für Implementierung und Betrieb des South African Earth Observation System (SAEOS). Im Rahmen einer Strategie zur Modernisierung der nationalen Fernerkundungs-Infrastruktur hat sich der CSIR nach einer intensiven, weltweiten Recherche für DIMS-EO entschieden. "DIMS-EO ist das am meisten bewährte und ausgereifte System für Multimissions-Bodensegmente auf dem Markt. Die Werum-Plattform bietet uns auch Flexibilität für künftige Erweiterungen", stellt Wolfgang Lück, Projektleiter beim Satelliten-Anwendungszentrum des CSIR, fest. Zusätzlich setzt die Behörde eine eigenentwickelte Anwendung zur Prozessierung namens SARMES (South African Resource Management and Expert System) ein. SARMES verarbeitet Rohdaten diverser Satellitensysteme wie Spot, Landsat, CBERS, Ikonos oder Quick Bird. In der Kombination automatisieren SARMES und DIMS-EO Prozesse des CSIR zum Management von Fernerkundungsdaten.


DIMS-EO basiert auf Kooperation zwischen Werum und DLR
DIMS-EO ist eine gemeinschaftliche Entwicklung von Werum und dem Deutschen Fernerkundungsdatenzentrum des DLR (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt). Bereits seit 1997 entwickeln die Partner in enger Kooperation skalierbare Multimissionsmodelle. Seit 2004 vertreibt Werum exklusiv die Komponenten als fertiges Softwareprodukt. Mit seiner Multimissionsfähigkeit hat sich DIMS-EO beim DLR und bei der europäischen Raumfahrtbehörde ESA in zahlreichen Installationen bewährt. Beim DLR ist das System für das Management aller Fernerkundungsdaten im Einsatz - darunter die Satelliten MODIS, METOP, ENVISAT und TerraSAR-X. Die ESA nutzt DIMS-EO unter anderem für das Produkt- und Verarbeitungsmanagement an sechs Standorten und hat alle wissenschaftlichen Missionen auf diese Plattform migriert.

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