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Werum erfolgreich in ESA-Ausschreibung für Sentinel-1

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Sentinel-1


Grafische Darstellung
von Sentinel-1
Quelle: ESA















Werum wird wesentliche Teile des Bodensegments für die Weltraummission realisieren

Lüneburg, 13. Juli 2010 - In einem Konsortium mit mehreren europäischen Partnern unter Führung von Astrium (Frankreich) hat Werum Software & Systems den Auftrag erhalten, wesentliche Teile des Bodensegments für die Weltraummission Sentinel 1 zu realisieren. Den Zuschlag hat jetzt die Europäische Weltraumagentur ESA nach einem öffentlichen Ausschreibungsverfahren gegeben.

Das Bodensegment hat die Aufgabe, die Messdaten der Umweltsatelliten Sentinel 1A und Sentinel 1B zu speichern und zu verarbeiten. Die beiden Satelliten sollen ab 2011 in einer polaren Umlaufbahn systematisch Radardaten der Erdoberfläche aufnehmen.

Die Sentinel-1-Mission ist Teil des Programms GMES (Global Monitoring for Environment and Security), eine Initiative der Europäischen Kommission und der ESA, die darauf abzielt, ein europäisches Netzwerk zur Erfassung und Auswertung von Umweltdaten aufzubauen. GMES umfasst insgesamt fünf Weltraummissionen, die als "Sentinels" (Wachen) bezeichnet werden.

Sentinel-1 soll helfen, Umweltereignisse auf der ganzen Welt zu beobachten und zu analysieren. Die Sentinel-1-Mission dient der Beobachtung der Arktis und des Meereises, der Überwachung der Europäischen Seegebiete, der Beobachtung von Landbewegungen, der Landnutzungskartierung sowie der Kartierungsunterstützung bei Katastrophen.

Das Lüneburger Softwareunternehmen Werum ist für die Teile des Bodensegments verantwortlich, die wesentlich sind für die systematische Speicherung und Verarbeitung der Messdaten sowie die Bereitstellung der prozessierten Daten für die Endnutzer. Darüber hinaus unterstützt Werum die Integration des neuen Bodensegments in die koordinierte Dateninfrastruktur CDS (Coordinated Data Access System) der ESA und macht die Daten den integrierten GMES-Diensten verfügbar.

Neben der Sentinel-1-spezifischen Ingenieursleistung, bei der Werum sein langjähriges Know-how in der Implementierung von Bodensegmenten für verschiedene Missionen einsetzt, liefert das Lüneburger IT-Unternehmen Komponenten des Softwareproduktes DIMS-EO für die informations-technische Infrastruktur zur Handhabung der Fernerkundungsprodukte.

DIMS-EO hat Werum in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) entwickelt. Seit dem Jahr 2000 ist DIMS-EO für das Management der nationalen Fernerkundungsdatenbibliothek des Deutschen Fernerkundungsdatenzentrums (DFD) im operationellen Einsatz. Die Software ist Teil der Multimissions-Infrastruktur der ESA-Bodensegmente und unter anderem auch Kern des südafrikanischen Erdbeobachtungssystems.

Die Laufzeit des Projekts beträgt drei Jahre. Der Startschuss für das Projekt fiel am 26. Mai 2010 in Frascati, Italien.

© Werum Software & Systems AG 2010 Impressum Sitemap Seite drucken